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Berlinreise vom 01 – 06.11.2010 2 Nationen, 1 Ausflug
Geschrieben von Larissa Modispacher und Joana Carreira, Auszubildende Verwaltungsfachangestellte der Stadt Bad Säckingen

Mit insgesamt 17 Jugendlichen, 2 Betreuern aus jedem Land und einem Zeitzeugen aus Bad Säckingen und unserer Partnerstadt Sanary-Sur-Mer
(Frankreich), verbrachten wir eine anstrengende, dennoch spannende und amüsante Woche in unserer Landeshauptstadt Berlin:
Die vielen wichtigen geschichtlichen Sehenswürdigkeiten, die auf unserem Programm standen, haben wir mit gemischten Gefühlen besucht. Die
Besichtigungen der Museen sowie die Betrachtung des bekannten Holocaust-Denkmals führten uns in die damalige Zeit.
Sehr befremdlich wirkte auf uns der Umgang einer anderen Jugendgruppe mit den Steinsäulen, die diese als Picknickbänke gebrauchten und
zwischen ihnen rumrannten. Spätestens als einer unserer französischen Gäste dadurch angerempelt wurde und sich verletzte, war für uns die
Grenze überschritten. Der Besuch des ehemaligen Stasi Gefängnisses in Hohenschönhausen ging uns allen unter die Haut. Da waren nicht
viele Worte notwendig, die Folterkammern und engen Zellen sprachen für sich. Nach einem langen Tag liefen wir in der Dämmerung an der East
Side Galerie entlang, wo wir die Bilder, Gedichte und Verse zum Mauerfall bewunderten.
Unser Aufenthalt im Bundestag begann mit einer interessanten Diskussionsrunde mit Herrn Schneble, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter von
Herrn Dörflinger. Unter anderem sprachen wir mit ihm über das aktuelle Projekt Stuttgart 21. Dabei übersetzten unsere Betreuer Aisha Hellberg
und Peter Knorre das Gespräch in die französische Sprache. An dieser Stelle möchten wir unseren Dank an unsere Begleiter, die stets zur
Stelle waren, aussprechen. Ob es um sprachliche oder persönliche Probleme ging, hatten beide immer ein offenes Ohr. Dies zeigte sich, als
eine Teilnehmerin ambulant ins Krankenhaus musste. Außerdem hatten wir einen freien Nachmittag, den die meisten von uns zum Einkaufen
und Bummeln nutzten. Die begeisterten Fußballfans, v. a. unsere französischen Gäste, besuchten das Olympiastadion.
Obwohl es kleine Anfangsschwierigkeiten zwischen den französischen und uns deutschen Jugendlichen gab, kamen wir uns langsam immer näher.
Als Hindernis erwies sich die Sprachbarriere. Doch spätestens beim gemeinsamen Karaoke singen, waren wir uns auf englisch alle einig, bis auf
den ein oder anderen schiefen Ton. Der letzte Tag unter dem Motto „Berlin von Oben und Unten“ verlangte uns noch einiges ab, denn nicht
jedem(r) von uns liegt die Höhe eines Fernsehturmes und die schlecht belüftete Enge eines Luftschutzbunkers aus dem 2. Weltkrieg.
Schlussendlich bleibt nur zu sagen dass wir nicht nur unser geschichtliches Wissen erweitert, sondern auch Freundschaften geknüpft haben.
Wir sind noch alle untereinander im Kontakt, um Videos von unseren langen Nächten und gemeinsame Bilder z. B. vor dem Brandenburger Tor
austauschen zu können. Im April nächsten Jahres erfolgt ein Gegenbesuch in Frankreich: Zusammen mit unseren neu gewonnenen Freunden haben wir
dort voraussichtlich die Möglichkeit, das Europäische Parlament in Strassburg und unsere Partnerstadt Sanary zu besuchen.
Siehe auch: Aktuelle Presseberichte |