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Presseberichte über die Diskussion über eine Schließung des Kinder- und Jugendhauses

Badische Zeitung, 10.05.2010
SPD steht zum Jugendhaus
Sachthemen prägten die Mitgliederversammlung / Noch kein Votum zum Pumpspeicherkraftwerk

"Die Mitgliederversammlung der SPD appelliert an Gemeinderat und Verwaltung, sich für die präventive Jugendarbeit und das Jugendhaus in Bad Säckingen einzusetzen; eine diskussionslose Schließung des Hauses oder Veränderungen der Jugendarbeit ohne Zusammenarbeit mit den entsprechenden Gremien (Jugendparlament, Beirat Kinder und Jugend) kommt für die SPD-Mitgliederversammlung nicht in Frage", lautet der Text der Resolution. Stadträtin Christine Friedlmeier erklärte, sie habe die Meinung der anderen Fraktionen so verstanden, dass der Verkauf oder die Schließung des Jugendhauses nicht ausgeschlossen seien. Der Vorsitzende Hidir Gürakar versicherte, die offene Jugendarbeit sei für die SPD ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Arbeit. Es gehe jetzt darum, so Fraktionssprecher Ulrich Schoo, "dass das Kinder- und Jugendhaus ein Konzept entwickelt, damit der Schließungsgedanke vom Tisch kommt."

Südkurier, 10.05.2010
SPD stellt sich hinter Jugendhaus

Die Einrichtung sei nicht als Freiwilligkeitsleistung sondern als Pflichtaufgabe, als „integrativer Bestandteil des Gemeinwesens“ zu werten, sagte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hidir Gürakar am Freitagabend. Deutlich für den Erhalt setzte sich Stadträtin Christine Friedlmeier ein: Offene Jugendarbeit sei Präventionsarbeit. Ein Streetworker könne nur als Ergänzung dienen. Fraktionssprecher Ulrich Schoo: „Ein Streetworker ohne Jugendhaus macht keinen Sinn.“

Dass auch das Jugendparlament hinter dem Jugendhaus steht, unterstrich Markus Säuser, stellvertretender Vorsitzender der Jusos im Kreis. Er fürchtet nur: „Diejenigen, die am lautesten geschrien haben, dass die Jugendlichen auf der Straße rumhängen, werden jetzt am lautesten schreien, wenn es um die Schließung geht.“ Die Mitgliederversammlung verabschiedete am Freitag eine entsprechende Resolution an Gemeinderat und Verwaltung.

Badische Zeitung, 05. Mai 2010
Jugendliche bald auf der Straße?
Jugendparlament will in Sparüberlegungen einbezogen werden.

Mit Kopfschütteln und teilweise resignierten Gesichtern äußerten sich die Mitglieder eines Ausschusses des Jugendparlament Bad Säckingen zur angedachten Schließung des Jugendhauses. Im Gespräch mit der BZ am Montagabend konnte man neben harscher Kritik auch konstruktive Ansätze hören. Bei der Lösung der finanziellen Probleme der Stadt wurde "ein Recht auf Mitbestimmung" gefordert.

Badische Zeitung, 05. Mai 2010
Still ruht wieder der See nach dem heftigem Sturm
Kurze Aussprache beendet Streit um vermeintliches Ausplaudern nichtöffentlicher Internas in der CDU-Hauptversammlung.

Still ruht wieder der See. Dem heftigen Sturm, den die Berichte aus der nichtöffentlich tagenden Strukturkommission in der Hauptversammlung des Bad Säckinger CDU-Stadtverbands ausgelöst hatte, folgte im Gemeinderat noch ein laues Lüftchen. Danach scheinen die Wogen wieder geglättet. Michael Maier rechtfertigte das Verhalten der CDU, Uli Schoo rechtfertigte jenes der SPD, das Johannes Hansmann (FDP) als parteipolitisches Taktieren kritisierte und das auch Bürgermeister Weissbrodt missfiel, dann ging das Stadtparlament am Montagabend wieder zur Sacharbeit über – konstruktiv und kollegial im Ton.

Badische Zeitung, 30.04.2010
SPD attackiert Weissbrodt
Äußerungen in der Hauptversammlung der CDU haben ein politisches Nachspiel.

Als falsch werten die Sozialdemokraten den in der CDU-Hauptversammlung aus ihrer Sicht erweckten Eindruck, dass sich die Kommission einig sei, das Jugendhaus zu schließen. Sie verweisen auf das Protokoll und betonen, dass die Mitarbeiter des Jugendhauses und dabei insbesondere Kinder- und Jugendreferent Peter Knorre auf Betreiben der SPD-Fraktion den Auftrag erhalten haben, bis Ende des Jahres konkret darzulegen, wie das vom Beirat Kinder und Jugend erarbeitete Leitbild für die Kinder- und Jugend umgesetzt werde. Gelinge dies den Mitarbeitern des Jugendhauses nicht, könne dessen Schließung die Folge sein.

Südkurier, 30.04.2010
SPD kritisiert Bürgermeister Weissbrodt heftig

Die Behauptung, alle Vertreter der Fraktionen in der Kommission seien sich über den Verkauf des Jugendhauses einig, bezeichnet Ulrich Schoo in dem Brief als falsch. Vielmehr sei den Mitarbeitern des Jugendhauses unter Leitung von Peter Knorre der Auftrag erteilt, konkret dazulegen, wie das vorliegende Leitbild für die Jugendarbeit in Bad Säckingen umgesetzt werden könne. Gelinge dies den Mitarbeitern des Jugendhauses nicht, könne dessen Schließung die Folge sein.

Badische Zeitung, 27. April 2010
Leserbrief von: Felix Kromer, Bad Säckingen
SPARDEBATTE BEI DER CDU

Bin ungehalten über die Meldungen
Zur Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands Bad Säckingen ("CDU sieht das Aus fürs Jugendhaus"; BZ vom 25. April)

Als Mitglied des Beirats Kinder und Jugend, ich vertrete dort den Sportausschuss, bin ich etwas irritiert, ja ungehalten, über die Meldungen aus der Jahresversammlung der CDU. Das Jugendhaus soll geschlossen und verkauft werden, die Jugendarbeit solle dort stattfinden, wo sie gebraucht würde, nämlich zu Hause bei den Kindern oder auf der Straße. Das Geld solle effizienter eingesetzt werden, z. B. für einen Streetworker.

Badische Zeitung, 24. April 2010
CDU sieht das Aus fürs Jugendhaus
CDU kündigt Kürzungen in der Verwaltung und für die Kultur an.

Wenn sich die CDU für die Schließung des Jugendhauses "Altes Gefängnis" ausspricht, dann nicht primär aus Spargründen. Dann, so Pfeiffer, gehe es ihr darum, frei werdendes Geld effizienter einzusetzen, etwa für die Beschäftigung eines Streetworkers.

Südkurier, 23.04.2010
CDU kündigt einschneidende Sparmaßnahmen an

Die CDU hat in ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Goldenen Knopf heftige Einschnitte beim öffentlichen Angebot der Stadt Bad Säckingen angekündigt. Während Bürgermeister Martin Weissbrodt die einschneidenden Maßnahmen zwar anriss, aber noch nicht beim Namen nannte, wurde CDU-Stadtrat Clemens Pfeiffer deutlicher. Nach seinen Worten stimmt die sogenannte Strukturkommission mit Vertretern aller Fraktionen darin überein, zum Beispiel das Jugendhaus zu schließen und zu verkaufen. Die Jugendarbeit solle künftig da stattfinden, wo sie gebraucht würde, nämlich zu Hause bei den Kindern oder auf der Straße. Übereinstimmung herrscht laut Pfeiffer auch bei allen Fraktionen darüber, Ämter zu schließen, die nicht zu den Grundaufgaben der Stadt gehören. Ferner sollen Feuerwehrabteilungen und Kindergärten zusammengelegt werden. In Kooperation mit Nachbargemeinden sollen künftig beim Bauamt und im Forstwesen Arbeitsgemeinschaften für Einsparungen sorgen.

Leitbild für die Kinder- und Jugendarbeit verabschiedet

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 02. Nov. das Leitbild für die Kinder- und Jugendarbeit in Bad Säckingen einstimmig verabschiedet und damit das städtische Kinder- und Jugendreferat mit dessen Umsetzung beauftragt.
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